Bachelorprogramm

BA Vergleichende Sprachwissenschaft

Der BA Vergleichende Sprachwissenschaft bietet eine umfassende Ausbildung in empirisch orientierter Sprachwissenschaft, in deren Zentrum der Sprachwandel, die Sprachverarbeitung und die Sprachentwicklung (Ontogenese) stehen. Das Programm basiert in der Major- und Mono-Version auf  einem obligatorischen Sockel mit Modulen zu folgenden Bereichen: (1) grundlegendes Fachwissen in allen linguistischen Teilbereichen und Beherrschung des analytischen Handwerks; (2) Methoden und linguistische Theorie; (3) Grundlagen quantitativer und statistischer Analyse; (4) computergestützte Datenbearbeitung (advanced computer literacy); (5) Praxis der Informationsbeschaffung und -vermittlung. 

Studienverlauf

Im Bereich Sprachwandel stehen die Mechanismen und Ursachen von Sprachwandel sowohl in einzelnen geographisch-kulturellen Arealen und Sprachfamilien – mit einem besonderen Schwerpunkt in den indogermanischen Sprachen – als auch global über Sprachfamilien hinweg im Mittelpunkt. In der Sprachverarbeitung zielt das Studienprogramm auf eine Ausbildung in den Bereichen Grammatik und Phonologie ab, und im Zentrum der Ausbildung in der Sprachontogenese liegt der Fokus auf den Mechanismen des Erstspracherwerbs. Sprachverarbeitung und Erstspracherwerb setzen dabei einen inhaltlichen Schwerpunkt in der Variation zwischen Sprachen und Individuen. In allen Bereichen wird besonderes Gewicht auf Methodenkompetenz gelegt. 

Ergänzt wird die Grundausbildung durch ein vertieftes Wissen in Wahlbereichen. Dies betrifft insbesondere den Aufbau eines angemessenen Sprachportfolios, Kenntnisse der Datenerhebung und des Datenmanagements (Aufbau, Auswahl, Annotation und ethisch-rechtliche Grundlagen von Korpora; Entwicklung und Nutzung sprachstruktureller Datenbanken), Datenanalyse (qualitative Analysetechniken, Datenverarbeitungstechniken, grundlegende Programmiertechniken), Quantitative Methoden (statistische Modelle) sowie vertiefte qualitative Strukturanalyse.

Berufsaussichten

Das Studium qualifiziert primär für eine Laufbahn in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre in den Disziplinen des Studienprogramms. Ausseruniversitäre Tätigkeitsfelder finden sich z.B. in  den Bereichen Sprach- und Kommunikationstechnologie, Sprachplanung und öffentlicher Dienst.